Silvia Lorenz

 

 









Drunk Moon


Lids of fluid containers, 2013
Deckel von Flüssigkeitsbehälter, 2013












1975

2013, 6 parts Sandwich cardboard

 







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Space Container

Mixed Media, 2012

Als Inspirationsquelle für die Konstruktion des Weltraumbehälters dienten die handelsüblichen Müllcontainer unserer Zeit – diese Version ist jedoch ein vergoldeter Behälter, der als Sammelcontainer für Weltallmüll und kaputte Satelliten umfunktioniert wurde. Der Weltall ‚Staubsauger‘ wurde aus Materialien gebaut, die auch tatsächlich im Weltall benutzt werden, wie z.B. die goldene Folie, die als Rettungsfolie für extreme Kälte und Hitze benutzt wird. Das Weltall ist voll von Satelliten, die in einer bestimmten Höhe um den Erdball kreisen und Ingenieure sind momentan tatsächlich damit beschäftigt Geräte zu designen, die den Weltraummüll einsammeln sollen. Die Künstlerin präsentiert eine Version eines solchen Gerätes... ein mit Makeln behaftetes und unfertiges Design, das eine Serie von Fragen sowohl bezüglich der Gegenstände selbst, deren Schönheit und Symbolik aufwirft, als auch über die Idee des Herr-Werdens über die Müllkatastrophe, die die Menschheit im Weltall geschaffen hat.

The construction of the space container is inspired by the shape or regular street containers for collecting waste, but is a golden version that has been redesigned to function as a collector for space remnants or dysfunctional satellites. The space vacuum cleaner is built with materials that are actually used in space, such as the golden foil that is used as a rescue material for extreme cold or heat. The orbit is cluttered with these objects orbiting at a certain altitude around the globe, and engineers are currently designing machines that are intended to collect the ‘space waste’. The artist presents a version herself…  a flawed and incomplete design that raises a series of questions about the items themselves, their beauty and symbolism, as well as the idea of harnessing the waste catastrophe that man created in space.








2147

Deckel von Flüssigkeitsbehälter, 2012

Diese Wandinstallation wurde mithilfe von gefundenem Material geschaffen, mit Überreste unserer Zivilisation, mit weggeworfenen Gegenständen, die unsere Straßen bevölkern. Die Künstlerin platziert sie in einem Kontext, der Fragen aufwirft, nicht nur bezüglich ihrer symbolischen Wertigkeit, sondern erschafft damit eine Perspektive aus dem Kosmos, aus der Distanz – beschädigt, unvollständig, eine Perspektive die eine Maschine abgebildet haben könnte in Form eines Pixeldiagrams.
 

2147

Lids of fluid containers, 2012

The mural installation is created with objects found in the environment, remains of our civilization, items thrown away that populate our streets. The artist uses places them in a context that raises questions not only on their symbolic value, but also to create a perspective on the world from the cosmos, from a distance – broken, incomplete, a perspective that a machine could have assembled as a pixel diagram.


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Homo Sapiens Sapiens (Evolution)

Mixed Media – Design humaner Skelette, 2012

 

Stellen Sie sich jemanden vor, der wissen möchte, wie die Menschheit aussieht – jemand, der sie noch nie getroffen hat. Eine Antwort wird von der Suchmaschine Google geliefert: unterschiedliche Modelle, Skelette, manche davon sind chinesisches Design, andere deutsches. Die Fragen die diese Installation aufwirft beziehen sich nicht nur darauf, wie wir Menschen uns darstellen, , wie wir gesehen und wahrgenommen werden möchten, sondern auch darauf was von uns übrig bleibt, auf die Fragilität des menschlichen Körpers

Homo Sapiens Sapiens (Evolution)

Mixed Media - Design objects of human skeletons, 2012

 

Imagine someone wanted to know what the human race looks like, someone who has never encountered it. An answer is delivered by the search machine Google, which offers different models, skeletons, some of which are designed by Chinese designers others by German designers. The questions that are raised by this installation relate as much to how we depict ourselves as humans, to how we want to be perceived and seen, as to the to what remains of us, the fragility of the human body.












Mixed Media Installation, 48h Neukölln “Über die Milchstraße ins Paradies”, Berlin

Der Satellit “Phobos 2″ landete für 48 Stunden im Hinterhof der Reuterstr. 31, Berlin-Neukölln. Sein Vorgänger “Phobos Grunt” verglühte genau sechs Monate zuvor, am 15. Januar 2012, über dem Ostpazifik, nachdem er den Weg zum Marsmond Phobos verpasst hatte. (PS: “Phobos” heißt seinem griechischen Ursprung nach Angst oder Furcht.)

The satellit “Phobos 2″ landed for 48 hours in the backyard of Reuterstr. 31, Berlin-Neukölln. His predecessor “Phobos Grunt” burnt up exactly six months earlier, on January 15th, 2012, above the Eastern Pacific Ocean, after missing his way to Martian moon Phobos. (PS: “Phobos” translates from Greek as fear or dread.)


Entsprechend dem Ausstellungstitel “Millfeuille” besteht die Säule aus mehreren 1000 Postern, die in der Berliner Stadtlandschaft überall präsent sind. Der einheimische Drucker Ernst Litfass erfand vor gut 150 Jahren die zylindrische Litfasssäule für (kostenfreie) Werbung. In dieser skulpturalen Version sind die Informationen im Inneren verborgen und nur durch einige “Monokel” zu erspähen.

Taking up the exhibition title “Millefeuille”, this column uses more than 1000 sheets of posters which can be found everywhere in Berlins cityscape. The local printer Ernst Litfass invented the cylindric “Litfass column” (“Litfaßsäule”) for advertisment 150 years ago. In this sculptural version, the information is hidden inside and can be spotted only through “Monokel” glimpses.






Ikarus


 

“Ikarus” war als Teil der Ausstellung “Zeitreise” zu sehen. Die Arbeit vereint zwei grafische Arbeiten von Bärbel Bohley (1945-2010), die von 1969-74 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studierte, mit der Skulptur eines Astronauten, dessen Blick aus dem Ausstellungsraum heraus gerichtet ist. 2011 markierte auch das Ende der US-amerikanischen bemannten Raumfahrt.

“Warum sind unsere Flügel so schwer?” (B.B.)

Die Installation wurde ergänzt durch einen kurzen biografischen Text, eine Fotografie aus der Untersuchungshaft Berlin-Hohenschönhausen 1983 und einem Überwachungsbericht der Staatssicherheit aus dem Jahr 1989, in dem es u.a. um das Bild “Himmel über England” geht.

The installation “Ikarus” was part of the show “Zeitreise/ time travel” in a former GDR supermarket, now exhibition space connected to the nearby art academy Berlin Weissensee. “Ikarus” brought together two grafic works of former art student Bärbel Bohley, who had died one year before, with the sculpture of an astronaut. In 2011 the United Stated declared the end of manned space travel.

”Why are our wings so heavy?” (B.B.)