Bilder einer Ausstellung


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eine Klang-Bild Installation
von Wolfgang Spahn, 2014


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Fast 100 Jahre nach der Erfindung des Intonarumori des Futuristen Luigi Russolo sowie der kinetischen Plastik "Licht-Raum-Modulator" des Künstlers
und Bauhausprofessors László Moholy-Nagy  werden mit der Installation "Bild einer Ausstellung" die Funktionen dieser beiden Systeme zu einer
einzigen Maschine verbunden.

Abstrakte generierte Projektionen korrespondieren mit ebenso abstrakten live erzeugten Geräuschen. Sich permanent bewegende Muster und Artefakte
entstehen auf einer Projektionsfläche hinter einem Labor ähnlichem Aufbau. Parallel dazu entwickelt sich ein immer wiederkehrendes Hörerlebnis, erinnernd
an rollenden Steinen in einem Flussbett. Inspiriert von der Programmmusik "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski wird in der Installation von
Wolfgang Spahn der Klang direkt aus dem Bild erzeugt. Mittels eines Lasers wir die Oberfläche einer Bildplatte abgetastet. Die so entstehenden Licht-
schwankungen werden nun verstärkt und hörbargemacht. Mittels einer analogen Synthesizer-Schaltung (Bass Drum einer 808) wird dem Ton noch
Volumen hinzugefügt.



                                             

Die rotierende Bildscheibe ist ein in Miniaturmalweise entstandenes chemisch-physikalisches Farbexperiment aus feinst pigmentierten Substanzen und Nano-Flüssigkeiten.
Eine Makrokamera filmt und vergrößert nun dieses abstrakte Bild und projiziert es hinter die Installation. All verwendeten Techniken sind Eigenentwicklungen des Künstlers und basieren
auf Open Hard- und Software (www.dernulleffekt.de). So besteht die Kamera aus dem kleinen Linux Computer Raspberry Pi. Die Steuerung der Drehbewegung wird mit einem Pure Date Patch
auf eben diesem Rechner erzeugt.






 

 

Entropie 

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Entropie ist eine audio (noise)-visuelle Performance von Wolfgang Spahn.

Beides, Bild und Ton werden aus unterschiedlichen analogen und digitalen eigens entwickelten Maschinen erzeugt. Die Entwicklung des Films / bewegten Bildes began zuerst mit der künstlichen Separation dieser. Durch die Teilung des Bildes und des Tones war es erst möglich Filme zu erstellen. Das Kunstwerk Entropie bringt diese wieder zusammen und hebt die künstliche Trennung auf. Entropy macht die Datenströme des digitalen Projektors hörbar und erzeugt eine audio-visuelle Präsentation der elektromagnetischen Felder bestehend aus Spulen und Motoren.



Elephants' Graveyard

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von Wolfgang Spahn, 2014

160 Dias, 2 Kodak-Karusselle, 1 Videobeamer, Leinwand, Sound und elektromagnetische Sensoren, Verstärker, Lautsprecher, Sync-Generator

Die Installation würdigt die Anfänge der Medienkunst, nämlich die analoge Fotografie, durch die Verwendung von Diapositiven. Zugleich ist sie eine Hommage an ein anderes sterbendes Medium, den Röhrenbildschirm, der seinerseits für die Anfänge der Computertechnik steht. Insofern versinnbildlicht die Installation eine Art Phantomschmerz, den wir gegenüber ursprünglich mit einem Aufbruch assoziierten Medien empfinden, die nun ihrerseits ausgedient haben.

Seitdem LCD Displays und andere Flachbildschirme die Röhrenmonitore verdrängt haben, werden die alten Röhren ausgemustert. Da deren damalige Anschaffung mit erheblichen Kosten verbunden war, tun sich viele Besitzer schwer, sich von ihnen zu trennen. Sie stellen sie in dem naiven Glauben, jemand könne den ehemals wertvollen Monitor noch brauchen, auf der Straße ab, manchmal mit einem Zettel versehen: "funktioniert noch!" Da aber der Bedarf an alten Röhrenmonitoren offensichtlich gedeckt ist, erbarmt sich keiner der Monitore, die spätestens nach dem ersten Regen zu rotten beginnen. Manche werden ausgeschlachtet oder auch mutwillig zerstört, so dass nur ein Gemenge aus zerborstenen Röhren und kaputten elektronischen Innereien zurückbleibt.

Der Künstler Wolfgang Spahn hat dieses Phänomen über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einer kleinen analogen Rollei dokumentiert. So entstanden hundertsechzig Kleinbilddias von entsorgten Monitoren aller Fabrikate, die zu verschiedenen Jahreszeiten in den Straßen Berlins deponiert wurden.

Die Installation "Friedhof der Monitore" benutzt zwei Kodak Karusselle und eine Überblendeinheit, um die 160 Bilder als klassische Diapräsentation auf einer Diapräsentationsleinwand zu zeigen. Zugleich wird diese Präsentation mit einer weiteren Projektion überlagert, die als Störbilder (weisses Rauschen, kurzes letztes Aufflackern) die ursprünglichen Dias überlagern. Das so entstehende Palimpsest besteht aus einer analogen Projektion (Dias) und einer digitalen Projektion (Störung).

Parallel dazu werden die mechanischen und elektromagnetischen Geräusche der Diaprojektoren aufgenommen und so verstärkt, dass sie als Noise-Installation fungieren. Diese bildet auch die eigentliche Quelle der visuellen Störung, da sie als Pseudo-Farb-Information eines gehackten VGA Signals den Videoprojektor speist.

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Collins Slide Show

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Interaktive Slide-Show, 2012

Dia Projektor, Dias, LCD, elektrische Schaltkreise, Fernbedienung.

Das Kunstwerk basiert auf eine manipulierten Dia Projektor. Es projiziert gleichzeitig ein analoges Dia und einen digitalen LCD Bildschirm, welcher durch eine Papier-PCB  (Arduino) gesteuert wird.
Die Dia Projektion zeigt ein Satellitenbild, welches Collin Powel präsentierte, um zu beweisen, dass Saddam Hussein im Besitz von Massenvernichtungswaffen sei. Es wurde am 5 Februar 2003 gezeigt
und sollte UN davon überzeugen militärische Schritte gegen den Irak anzuwenden. Der LCD zeigt wiederum zeigt ein low resolution Computerspiel im Stiel eines klassischen Gameboys. Der Besucher können mit einer Fernbedienung das Computerspiel spielen und Schüsse auslösen.
Zwei unterschiedliche Medias, analog und digital werden zu einer Projektion verschmolzen. Eine unterschiedliche Tiefenschärfe macht beide abwechselnd stärker sichtbar.



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